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Kosten & Betrieb

Wärmepumpe: Stromverbrauch & Betriebskosten

Was die Wärmepumpe im Betrieb wirklich kostet: realistischer Stromverbrauch pro Quadratmeter, die Rolle der Jahresarbeitszahl, Stromkosten 2026 mit Wärmepumpentarif – und fünf Hebel, mit denen Sie sparen.

Wie viel Strom braucht eine Wärmepumpe?

Als Faustwert liegt der Jahresstromverbrauch einer Wärmepumpe im Einfamilienhaus bei rund 27–42 kWh pro Quadratmeter beheizter Wohnfläche – je nach Dämmung und Effizienz. Daraus ergibt sich:

120 m² (normal gedämmt)
ca. 3.200–5.000 kWh/Jahr
150 m² (typisches EFH)
ca. 4.500–6.000 kWh/Jahr

Das ist der zusätzliche Heizstrom – der normale Haushaltsstrom kommt obendrauf.

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) entscheidet

Die JAZ gibt an, wie viel Wärme aus einer Kilowattstunde Strom wird. Die Formel ist simpel:

Stromverbrauch = Wärmebedarf ÷ JAZ. Beispiel: 12.000 kWh Wärmebedarf ÷ JAZ 3,5 = rund 3.430 kWh Strom im Jahr.

Typisch sind JAZ 3,0–4,0 bei Luft-Wasser- und 4,0–5,0 bei Erdwärme-Anlagen (siehe Vergleich). Jede Zehntelstufe mehr senkt die Stromrechnung – deshalb ist eine saubere Auslegung bares Geld wert.

Was kostet das im Jahr?

Mit einem Wärmepumpentarif (siehe unten) liegen die reinen Heizstromkosten 2026 meist zwischen 750 und 1.600 € im Jahr. Zwei Beispiele bei rund 25 ct/kWh:

HausStromverbrauchHeizstromkosten/Jahr
gut gedämmt, 120 m²ca. 3.500 kWhca. 875 €
Bestand, 150 m²ca. 5.500 kWhca. 1.375 €

Wärmepumpentarif & § 14a EnWG

Für Wärmepumpen gibt es eigene, günstigere Stromtarife. Wer die Wärmepumpe als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG anmeldet (der Netzbetreiber darf sie im Bedarfsfall kurz drosseln), bekommt reduzierte Netzentgelte. Mit separatem Zähler liegt der Arbeitspreis dann oft 7–12 ct/kWh unter dem normalen Haushaltsstrom – 2026 grob bei 22–27 ct/kWh.

5 Hebel für niedrige Betriebskosten

  • Niedrige Vorlauftemperatur – der größte Effizienzhebel überhaupt.
  • Hydraulischer Abgleich – verteilt die Wärme gleichmäßig, spart spürbar Strom.
  • Wärmepumpentarif / § 14a nutzen statt normalem Haushaltsstrom.
  • Eigener PV-Strom senkt den Bezugspreis weiter (siehe PV + Wärmepumpe).
  • Richtige Auslegung durch den Meisterbetrieb – eine überdimensionierte Anlage taktet und verbraucht mehr.

Fazit: im Betrieb meist günstiger

In der Anschaffung ist die Wärmepumpe teurer als eine neue Gasheizung – im laufenden Betrieb dank hoher Effizienz aber meist günstiger, besonders mit Wärmepumpentarif und PV. Über die Lebensdauer rechnet sie sich in vielen bayerischen Haushalten. Was die Anschaffung betrifft, hilft der Kosten-Ratgeber und der Förderrechner.

Über diesen Beitrag

Erstellt von der Redaktion von Wärmemeister Bayern. Kosten-, Förder- und Technikangaben haben wir nach bestem Wissen recherchiert (Stand Juni 2026). Sie ersetzen keine individuelle Beratung – verbindlich sind der KfW-/Förderbescheid und das Angebot Ihres Fachbetriebs.

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