Wärmepumpe einbauen: Ablauf, Dauer und was auf Sie zukommt
Sie überlegen ernsthaft – und wollen wissen, was praktisch auf Sie zukommt? Hier ist der komplette Ablauf vom ersten Kontakt bis zur fertigen, eingeregelten Wärmepumpe, mit realistischen Zeiträumen.
Die kurze Antwort
Der eigentliche Einbau einer Luft-Wärmepumpe ist schneller erledigt, als viele denken: meist 1–3 Tage. Der größere Teil ist die Vorbereitung – Vor-Ort-Termin, Heizlastberechnung, Angebot mit Förder-Vorbehalt und Förderantrag. Von der ersten Anfrage bis zur laufenden Anlage vergehen je nach Auslastung einige Wochen bis wenige Monate.
Schritt für Schritt
- 1. Anfrage & Erstberatung. Sie schildern Ihr Vorhaben (Gebäude, aktuelle Heizung, PLZ). Ein geprüfter Meisterbetrieb aus der Region meldet sich.
- 2. Vor-Ort-Termin & Heizlastberechnung. Der Betrieb sieht sich Haus, Heizflächen und Aufstellort an und berechnet die Heizlast – die Grundlage für die richtige Geräteauswahl.
- 3. Angebot mit Förder-Vorbehalt. Sie erhalten ein konkretes Angebot. Unterschrieben wird mit Förder-Vorbehalt (aufschiebende Bedingung), damit Sie den Antrag stellen können.
- 4. Förderantrag bei der KfW. Der Zuschuss (bis 70 %) wird vor Auftragsbeginn beantragt. Viele Betriebe unterstützen dabei.
- 5. Einbau (1–3 Tage). Aufstellen der Außeneinheit, Kernbohrung, Anschluss von Innengerät/Speicher, Tausch der alten Heizung. Meist 1–3 Tage.
- 6. Inbetriebnahme & hydraulischer Abgleich. Das Gerät wird eingestellt, die Heizkurve optimiert und der hydraulische Abgleich gemacht – entscheidend für niedrige Stromkosten.
- 7. Nachweis & Auszahlung. Rechnung und Fachunternehmererklärung werden eingereicht; danach zahlt die KfW den Zuschuss aus.
Wichtig zur Förderung: Erst Vertrag mit Förder-Vorbehalt, dann Antrag, erst nach der Zusage einbauen. Wer vorher startet, riskiert den Zuschuss. Den Ablauf und Ihre Förderhöhe finden Sie unter Kosten & Förderung und im Förderrechner.
Wie lange dauert das alles?
| Phase | Typische Dauer |
|---|---|
| Anfrage → Vor-Ort-Termin | wenige Tage bis 2 Wochen |
| Angebot → Förderzusage | 2–6 Wochen |
| Wartezeit bis Einbautermin | je nach Auslastung/Lieferzeit |
| Einbau Luft-Wärmepumpe | 1–3 Tage |
Welcher Aufwand & Schmutz entsteht?
Der Einbau ist überschaubar invasiv. Für die Luftleitungen wird meist eine Kernbohrung durch die Außenwand gesetzt (etwas Staub, lokal). Die Außeneinheit kommt auf ein Fundament oder eine Wandkonsole, innen werden Hydraulikmodul und ggf. Pufferspeicher angeschlossen. Beim Tausch der alten Heizung ist die Wärmeversorgung kurz unterbrochen – außerhalb der Heizperiode unkritisch. Ausziehen müssen Sie nie.
Was Sie vorbereiten können
- Aufstellort für die Außeneinheit überlegen (Abstand zum Nachbarn, Ausblasrichtung) – siehe Schallschutz.
- Platz für Innengerät/Speicher freiräumen (oft im Keller oder HWR).
- Unterlagen bereitlegen: Grundriss, Infos zur aktuellen Heizung, letzte Heizkostenabrechnung.
Häufige Fragen
Wie lange dauert der Einbau einer Wärmepumpe?
Der reine Einbau einer Luft-Wärmepumpe dauert in der Regel 1–3 Tage. Aufwändigere Fälle (Erdwärme mit Bohrung, größere Umbauten) dauern länger.
Muss ich während des Einbaus ausziehen?
Nein. Der Einbau findet im bewohnten Haus statt. Es gibt etwas Lärm und Staub bei Kernbohrung und Montage, aber ausziehen müssen Sie nicht.
Wie lange ist die Heizung während des Umbaus aus?
Meist nur stundenweise bis maximal einen Tag, wenn die alte Heizung gegen die Wärmepumpe getauscht wird. Ein guter Betrieb plant den Tausch so, dass Sie nicht länger ohne Wärme sind – außerhalb der Heizperiode ohnehin unkritisch.
In welcher Reihenfolge läuft die Förderung?
Erst ein Angebot bzw. Vertrag mit Förder-Vorbehalt unterschreiben, dann den Zuschuss bei der KfW beantragen, erst nach der Zusage mit dem Einbau beginnen und am Ende den Nachweis einreichen. Diese Reihenfolge ist Pflicht.
Wie lange dauert es von der Anfrage bis zur fertigen Anlage?
Je nach Auslastung des Betriebs und Lieferzeit meist einige Wochen bis wenige Monate – von der ersten Anfrage über Angebot, Förderantrag und Termin bis zur Inbetriebnahme.
Quellen
Ein Meisterbetrieb. Ein Angebot. Kein Spam.
Genau ein geprüfter Sanitär-Meisterbetrieb aus Ihrer Region meldet sich – statt zehn Anbieter gleichzeitig.